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Vatikankardinäle uneins über Luther

Luther ThesenanschlagKardinal Gerhard Ludwig Müller gibt Martin Luther Recht: Der kirchliche Ablasshandel der frühen Neuzeit war „Betrug an den Gläubigen". Das sagte der Präfekt der römischen Glaubenskongregation in einem Interview für den ARD-Doku-Thriller „Die Luther Matrix“. Die Kirche habe den Fehler gemacht, Luther zu exkommunizieren, ohne auf seine Anliegen eingegangen zu sein. „Man hätte kritischer unterscheiden müssen, was er eigentlich will“, so Müller.

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Papst: „Verträge scheinen wichtiger als Menschenrechte"

Papst Franziskus auf TiberinselInternationale Verträge zählen heute mehr als Menschenrechte: harte Worte fand Papst Franziskus an diesem Samstag zur Situation der Flüchtlinge, vor allem in Europa. „Menschen kommen hier an, in den großzügigen Ländern wie Italien und Griechenland, die sie aufnehmen, aber dann lassen die internationalen Verträge nicht mehr zu“, sagte der Papst zum Abschluss einer Liturgie zum Gedenken an die Märtyrer der letzten Jahrzehnte in der Kirche Sankt Bartholomäus auf der Tiberinsel in Rom. „Wenn in Italien jede Stadt und Gemeinde nur zwei aufnehmen würde, so wäre für alle Platz“, so der Papst.

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Wenn Luther heute wieder auftreten würde...

Fastenpredigt im VatikanDass im Vatikan von Luther und der Reformation die Rede ist, kommt mittlerweile etwas häufiger vor. Beachtlich bleibt es dennoch. Auch bei den Fastenpredigten für den Papst und die Kurienspitze hat an diesem Freitag Luther eine Rolle gespielt. Der päpstliche Prediger, Kapuzinerpater Raniero Cantalamessa, deutete das Reformationsgedenken als eine Chance für „Gnade und Versöhnung für die ganze Kirche“.

Franziskus und seine engsten Mitarbeiter hörten sich schweigend an, wie Cantalamessa den Römerbrief aus dem Neuen Testament auslegte. Genau hier, im ersten Kapitel, habe Luther vor einem halben Jahrtausend „in seiner Verzweiflung, weil er sich trotz aller religiösen Observanz und Busse doch nicht im Frieden mit Gott fühlte“, auf einmal den Satz entdeckt: „Der aus Glauben Gerechte wird leben“. Da nehme seine Reform ihren Ausgang.

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Europäische Jugendstudie: Handy statt Gott?

Bischof OsterUm glücklich zu sein, brauchen junge Erwachsene in Europa allerhand, aber offenbar nicht Gott – das geht aus der soeben vorgestellten Jugendstudie „Generation What?“ hervor. Es ist die größte europäische Jugendstudie jemals, rund 200.000 junge Menschen zwischen 18 und 34 Jahren aus zehn europäischen Staaten beantworteten Fragen über ihre Einstellung zu Arbeit, Familie, Freunde, Liebe, Sex, Politik und Religion. Wie kommt es, dass 85 Prozent der jungen Erwachsenen Europas gottlos glücklich sind? Das fragten wir den Passauer Bischof Stefan Oster, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz:

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Pontifikats-Jubiläum: Kardinal Parolin würdigt „Reform der Herzen”

Card. Parolin und Papst„Habemus Papam - Franciscum.” Es sind vier Jahre vergangen, seit der damalige Kardinalsprotodiakon Jean Louis Tauran diese Worte auf dem Balkon der Petersbasilika ausgesprochen hat. Und es war bisher eine „sehr intensive Zeit“ mit dem Papst „vom anderen Ende der Welt“. Das sagt einer, der sehr eng mit dem Papst zusammenarbeitet und ihn schon vorher kannte: Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin geht in einem langen Interview mit Radio Vatikan auf die Meilensteine in diesem Pontifikat ein.

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Ordensfrauen fordern von C-Parteien mehr Barmherzigkeit

Merkel mit FlüchtlingDie Oberinnen von 29 katholischen Frauengemeinschaften im deutschen Sprachraum fordern von der Politik mehr Barmherzigkeit im Umgang mit Flüchtlingen. „Die Schutzsuchenden dürfen nicht auf dem Altar des kommenden Bundestagswahlkampfs geopfert werden“, heißt es in einem einstimmigen Votum, das die Generaloberinnen bei einer Zusammenkunft in Kloster Oberzell bei Würzburg am Wochenende abgaben. Gerade Parteien, die die Bezeichnung „christlich“ im Namen führten, seien gefordert, entsprechend zu handeln. Kritisch äußerten sich die Oberinnen auch zu Abschiebungen nach Afghanistan. „Wo Menschlichkeit, Barmherzigkeit und Großherzigkeit nicht im Blick sind, darf auch das Prädikat 'christlich' nicht verwendet werden“, hob Schwester Regina Pröls von den Franziskusschwestern aus Vierzehnheiligen hervor. Pröls ist stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Ordensoberenkonferenz (DOK).
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