Gebetswache am Petersplatz

ibd1382.5294713Papst Franziskus sagte beim Abendgebet mit den Gläubigen am Petersplatz, dass die Bischofssynode den „Schrei des Volkes" hören müsse - APA/EPA/Alessandro di Meo

Vor Beginn der Synode hatten sich am Samstagabend tausende Familien auf dem Petersplatz zu einer Gebetswache versammelt. Papst Franziskus betete mit ihnen das Abendgebet.

Die Bischöfe müssten mit Gott den „Schrei des Volkes" hören, sagte Franziskus. Bei seiner Ansprache äußerte er auch die Hoffnung, dass die Weltbischofssynode eine „gottgewollte Gelegenheit" sei, um die „Kirche und Gesellschaft zu erneuern".

Die Kirchengeschichte kenne zahlreiche ähnliche Situationen, die von früheren Generationen mit „großer Geduld und Kreativität" überwunden worden seien, erklärte Franziskus in seiner Ansprache weiter. Um zu erkennen, was Gott von seiner Kirche wolle, müssten sich die Bischöfe mit den „Freuden, Hoffnungen, Traurigkeiten und Ängste" der Menschen von heute „imprägnieren".

Weiter sagte Franziskus, wenn es der Kirche nicht gelinge, den Leuten durch Barmherzigkeit und Gnade Gottes Heil zu vermitteln, bleibe von ihr nur ein Kartenhaus übrig. Ihre Hirten würden zu „staatlichen Priestern", auf deren Lippen das Volk vergeblich das Evangelium Jesu suche, führte Franziskus aus.