Papst zum Klimawandel: Handeln, jetzt!

KlimaPapst Franziskus hat eine Botschaft an den Klimagipfel von Lima gerichtet. Unterhändler von 195 Ländern verhandeln in diesen Tagen in der peruanischen Hauptstadt über ein neues Klima-Abkommen. Das Dokument soll Ende nächsten Jahres in Paris unterzeichnet werden und 2020 in Kraft treten.

Wir müssen handeln, bevor es zu spät ist! – Mit einem eindringlichen Appell wendet sich Papst Franziskus an die Vertreter der Staaten, die in diesen Tagen in Lima zusammenkommen. Die Zeit, um globale Lösungen für den Klimawandel und seine bedrohlichen Folgen zu finden, „läuft ab", erinnert der Papst in seiner Botschaft.

Er spricht von einem „klaren, endgültigen und unaufschiebbaren ethischen Imperativ", jetzt etwas zu tun, bevor es zu spät ist – und zwar mit vereinten Kräften und ohne Rücksicht auf Einzelinteressen: „Wir können nur angemessene Lösungen finden, wenn wir gemeinsam und übereinstimmend handeln (...) Ein effektiver Kampf gegen die Erderwärmung wird nur durch eine kollektive verantwortliche Antwort möglich sein, die sich frei von politischem und wirtschaftlichen Druck entfaltet", so Franziskus wörtlich. Es gehe hier auch darum, Misstrauen zu überwinden und eine „Kultur der Solidarität, der Begegnung und des Dialoges zu fördern", um den Planeten und die Menschheitsfamilie zu schützen.

Die Folgen der Umweltveränderungen sei „auf dramatische Weise" in vielen Staaten spürbar, „vor allem den Inselstaaten im Pazifik", führt der Papst in seiner Botschaft aus. Und er verweist auf den Ort des Klimagipfels im peruanischen Lima, am Rande des Humboldtstroms, einer kalten Meeresströmung an der Westküste Südamerikas, die für das Klima auf dem ganzen Planeten eine wichtige Rolle spielt. Die sichtbaren Folgen des Klimawandels führten den „Ernst der Nachlässigkeit und Untätigkeit" deutlich vor Augen, unterstreicht der Papst. Er hoffe, dass die Klimakonferenz von Lima wie auch die folgenden – in Klimafragen „entscheidenden" – Treffen, einen solchen Dialog der „Gerechtigkeit, des Respektes und der Gleichheit" schaffen könnten, so Papst Franziskus. Fragen des Klimas betreffen die ganze Menschheit, „vor allem die Ärmsten und zukünftigen Generationen", erinnert er. Entscheidungen zum Klima bedeuteten so eine „große ethische und moralische Verantwortung". Dafür bete er, so Franziskus.

(rv 11.12.2014 pr)