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Franziskus beim Welternährungsprogramm: gegen das Wegwerfen

Papst beim WelternährungsprogrammNoch nie war ein Papst beim Welternährungsprogramm. Am Montag aber ist es so weit: Franziskus besucht den Sitz des PAM in Rom. „Wir sind in höchst freudiger Erwartung“, verriet uns die Sprecherin dieser UNO-Behörde Vichi de Marchi. „Denn dieses Pontifikat hat eine solche Aufmerksamkeit gelegt auf die Themen des Hungers, der sozialen Ungerechtigkeit, der Armut und des Klimawandels als Grund für Hunger und Armut.“ An der Basis vieler Probleme der Welt stehe gerade das Thema Wegwerfen, auf das Franziskus bekanntlich oft zurückkommt. Für den Papst sei das im großen Sinn eine moralische Frage: Wegwerfen nicht bloß von Nahrung, sondern regelrecht von Menschen. Es gibt aber auch eine ganz physische Dimension des Wegwerfens von Nahrung, die im reichen Westen nicht immer bekannt ist. Vichi de Marchi:
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Kardinal Woelki - Elend in der Welt: Wir betreiben moderne Sklavenhaltung

Kardinal WoelkiSeit 20. September 2014 ist er der Erzbischof von Köln. Und gleich zum Amtsantritt hat Rainer Maria Kardinal Woelki (59) „sein“ Thema definiert: Flüchtlinge — und wie man ihnen helfen kann und muss.

Welche Verantwortung Europa, der Westen, unser Leben in Wohlstand dafür haben, dass Menschen aus Syrien, Irak, Afghanistan, aus vielen afrikanischen Ländern fliehen — und was die Flüchtlinge in Europa zu finden hoffen.
Woelki hat der katholischen Kirche wieder ein politisches Thema gegeben, über das die Gesellschaft diskutiert. Und er lässt nicht locker! Im Köln-Gespräch erklärt er, warum.

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Papsträume

Verleihung des Karlspreises„Ich träume von einem jungen Europa, das fähig ist, noch Mutter zu sein: eine Mutter, die Leben hat, weil sie das Leben achtet und Hoffnung für das Leben bietet. Ich träume von einem Europa, das sich um das Kind kümmert, das dem Armen brüderlich beisteht und ebenso dem, der Aufnahme suchend kommt, weil er nichts mehr hat und um Hilfe bittet. Ich träume von einem Europa, das die Kranken und die alten Menschen anhört und ihnen Wertschätzung entgegenbringt, auf dass sie nicht zu unproduktiven Abfallsgegenständen herabgesetzt werden.

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Lehmann enttäuscht von Echo auf Papstschreiben

Kardinal LehmannDer scheidende Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, ist „enttäuscht und besorgt“ angesichts der bisherigen Resonanz auf das Papst-Schreiben „Amoris laetitia“ über Ehe, Familie und katholische Sexualmoral. „Wenn ich auf das öffentliche Echo schaue, stelle ich ein ganz schnelles Abflauen des Interesses fest“, sagte Lehmann dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Umso mehr müssten sich jetzt die Theologen an den Universitäten und die Fachpublikationen des Textes annehmen. „Sonst bleibt er ein Schlag ins Wasser.“ Bislang enttäusche und besorge ihn die Zurückhaltung der Theologen. „Dass der Papst selbst behauptet, ihm gehe es mehr um die Pastoral als um Dogmatik, dispensiert die Theologie nicht vom Weiterdenken“, so Kardinal Lehmann wörtlich.

 

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Österreich: „Das Boot ist voll“ ist Lüge

Bischof KräutlerDie in der Flüchtlingsfrage in Europa vorherrschende „Politik der Abschottung“ betrachtet der emeritierte austrobrasilianische Bischof Erwin Kräutler mit Sorge und spart dabei auch nicht mit Kritik: Er orte im „sozialen und zwischenmenschlichen Bereich ein Versagen der EU“, dabei habe Europa „den Auftrag, sich zu öffnen“, sagte Kräutler - derzeit auf Heimatbesuch in Österreich - jüngst bei der Präsentation seines neuen Buches „Habt Mut! Jetzt die Welt und die Kirche verändern“ in Salzburg. Die derzeit politikprägende Aussage „das Boot ist voll“ erachtet der für sein Menschenrechtsengagement mit dem Alternativnobelpreis ausgezeichnete Bischof als „Lüge“.

„Ausgesprochen positiv“ empfinde er demgegenüber die „klare kirchliche Haltung“ zum Thema Flucht, die sich in der Position des Papstes und der Österreichischen Bischofskonferenz zeige. „Über die kirchliche Leistung, namentlich von Caritas, Diakonie und Katholischer Aktion, kann man nur staunen“, lobte Kräutler den konsequenten Einsatz für die Mitmenschen in den vergangenen Monaten.

Frauenverband lobt Amoris Laetitia

AFP4807114 ArticoloDas Papstschreiben zu Ehe und Familie schlägt seit seiner Veröffentlichung an diesem Freitag hohe Wellen. Franziskus schreibt: Ohne an der katholischen Lehre rütteln zu wollen, soll die singuläre Lebenssituation jedes einzelnen Menschen im Auge behalten werden. Die Reaktionen auf das Schreiben sind gespalten. Es sind aber besonders die Jugend- und Frauenverbände in der katholischen Kirche, die dem Papst Lob aussprechen.

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Amoris Laetitia: „Papst griff vieles von deutscher Sprachgruppe auf“