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Fastenzeit: „Aussteigen aus dem Allmachtswahn”

Bild zur Fastenbotschaft 2016

Papst Franziskus ermuntert dazu, in der bevorstehenden Fastenzeit die traditionellen „Werke der Barm-herzigkeit“ zu üben. In seiner Fastenbotschaft 2016 mit dem Titel „Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Die Werke der Barmherzigkeit auf dem Weg des Jubiläums“, die am Dienstag im Vatikan vorgestellt wurde, schreibt der Papst, jeder könne „die eigene existenzielle Entfremdung“ überwinden, indem er Bedürftigen entgegenkomme. Zugleich kritisierte Franziskus einen in entwickelten Gesellschaften vorhandenen „hochmütigen Allmachtswahn“, der sich auch in der Gleichgültigkeit des Reichen gegenüber dem Schicksal von Armen äußere. Das gehe so weit, dass Wohlhabende die Bedürftigen nicht einmal sehen wollten.

 

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Papst Franziskus und das Buch der Barmherzigkeit

Interviewbuch VorstellungPapst Franziskus selbst hat die erste Ausgabe am Montagnachmittag in der Casa Santa Marta persönlich überreicht bekommen, und am Dienstag wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt: das Interview-Buch von und mit Papst Franziskus mit dem Titel „Der Name Gottes ist Barmherzigkeit“. Die 40 Fragen gestellt und die Antworten aufgezeichnet hat der italienische Vatikanjournalist Andrea Tornielli, der bei der Tageszeitung "La Stampa" arbeitet und die Website „Vatican Insider“ koordiniert. Auf dem Umschlag ist der Titel des Buches handgeschrieben vom Papst selber zu sehen.

 

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Die Neujahres-Predigt des Papstes im Wortlaut

Hier lesen Sie die offizielle Übersetzung der Predigt von Papst Franziskus zum Hochfest der Gottesmutter Maria im vatikanischen Petersdom, am 1. Januar 2016:


Neujahrspredigt 2016Wir haben die Worte des Apostels Paulus gehört: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau“ (Gal 4,4).


Was bedeutet das, dass Jesus geboren wurde „als die Zeit erfüllt war“? Wenn wir unseren Blick auf den geschichtlichen Moment richten, können wir gleich enttäuscht sein. Rom herrschte mit seiner militärischen Macht über einen großen Teil der damals bekannten Welt. Kaiser Augustus war an die Macht gekommen, nachdem er fünf Bürgerkriege geführt hatte. Auch Israel war vom Römischen Reich erobert worden, und das erwählte Volk war seiner Freiheit beraubt. Für die Zeitgenossen Jesu war das also sicher nicht die beste Zeit. Demnach ist es nicht der geopolitische Bereich, auf den man schauen muss, um den Höhepunkt der Zeit zu bestimmen.

 

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Die zuvorkommende Liebe Gottes

Predigt von Papst Franziskus bei der Eucharistiefeier zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, bei der die Heilige Pforte geöffnet wurde.

 

Papst öffnet die hl. PforteBrüder und Schwestern,

 

gleich werde ich die Freude haben, die Heilige Pforte der Barmherzigkeit zu öffnen. Wir vollziehen diese ebenso einfache wie symbolträchtige Geste im Licht des Wortes Gottes, das wir gehört haben und das die Vorrangstellung der Gnade deutlich hervorhebt. Mehrere Male findet sich nämlich in diesen Lesungen etwas, das auf jenen Gruß hindeutet, den der Erzengel Gabriel an ein junges, erschrockenes Mädchen richtet und mit dem er auf das Geheimnis hinweist, in das sie gehüllt werden sollte: »Freue dich, du Begnadete!« (Lk 1,28).

 

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Der Katakombenpakt: für eine dienende und arme Kirche internationales Treffen vom 11.-17. November 2015 in Rom

Dom Helder Camara

Eine fast vergessene Geschichte aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil wird wieder lebendig. Vor rund 50 Jahren, am 16. November 1965 trafen sich 40 Bischöfe in den Katakomben außerhalb der Stadt Rom, um einen Pakt zu schließen, den berühmt gewordenen „Katakomben-Pakt“. Papst Johannes XXIII. hatte kurz vor dem Konzil in einer Rundfunkansprache das Motto vorgegeben: „Die Kirche der Armen“. Zunächst wa-ren es vierzig, doch nach und nach an die fünfhundert Konzilsbischöfe, die sich von diesem Traum von einer erneuerten Kirche begeistern ließen, darunter viele aus Lateinamerika. Es ging um eine glaubwürdige Kirche für die Armen, die die große Mehrheit des Gottesvolkes heute repräsentieren.

 

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Synode: „Ein wirklicher Schritt nach vorn“

Der Schlusstext der Weltbischofssynode zu Ehe und Familie ist „ein wirklicher Schritt nach vorn“. Das sagte Kardinal Reinhard Marx zum Abschluss der Synode am Samstagabend vor Journalisten in Rom.
 

Kardinal MarxInsgesamt sei in den Beratungen einschließlich des Schlussdokumentes – das die rund 270 Synodenväter am Samstag Absatz für Absatz mit Zweidrittelmehrheit gutgeheißen hatten – „der Weg des Papstes unterstützt worden“, erklärte der Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Der Text lässt strittige Fragen wie die nach der Zulassung zu den Sakramenten für wiederverheiratete Geschiedene offen, geht aber zugleich deutlich hinaus über das Grundlagendokument, also den Schlusstext der Synode von 2014.

 

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