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Kirche und Klima: „Herzstück der katholischen Soziallehre“

Klimapakt von ParisDie Klimafrage ist keine nebensächliche Umweltfrage, sondern eine Frage von Armut, Ungleichheit und Flucht; das deutlich zu machen ist die Aufgabe der katholischen Kirche nach der Ankündigung Präsident Donald Trumps, aus dem Klimaabkommen von Paris auszusteigen. Das sei auch die Hauptlinie der Enzyklika Laudato Si’ von Papst Franziskus. Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimaforschung nennt es sogar das „Herzstück der katholischen Soziallehre“, um das es hier gehe. Und er formuliert eine zweite Aufgabe für die Kirche: „Ich glaube, dass es auch dazu gehört, dass wir – also die Katholiken hier in Europa und in den USA – sich dem Dialog mit den Ländern und den Katholiken aussetzen, die vom Klimawandel am härtesten betroffen sind.“ Es ist wichtig, die Stimmer derer wahrzunehmen, die bereits jetzt vom Klimawandel betroffen seien.

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Himmelfahrt ist Beginn der Mission der Kirche

1 0 726735Mit seiner Himmelfahrt hat Christus die Verantwortung für die Verkündigung des Evangeliums in die Hände seiner Jünger gelegt. Daran erinnerte Papst Franziskus bei seinem Regina-Caeli-Gebet an diesem Sonntag auf dem Petersplatz. An diesem Tag feiere man in Italien und anderen Ländern das Fest der Himmelfahrt Christi, die vierzig Tage nach Ostern erfolgt ist, so der Papst vom Fenster des Apostolischen Palastes, von dem aus er den traditionellen Mittagssegen spendete. Seiner verängstigen Gemeinde habe Christus die „enorme“ Aufgabe hinterlassen, „die Welt zu evangelisieren.“ Konkret mache er dies in seiner Anweisung, „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu lehren und zu taufen“:

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Vatikankardinäle uneins über Luther

Luther ThesenanschlagKardinal Gerhard Ludwig Müller gibt Martin Luther Recht: Der kirchliche Ablasshandel der frühen Neuzeit war „Betrug an den Gläubigen". Das sagte der Präfekt der römischen Glaubenskongregation in einem Interview für den ARD-Doku-Thriller „Die Luther Matrix“. Die Kirche habe den Fehler gemacht, Luther zu exkommunizieren, ohne auf seine Anliegen eingegangen zu sein. „Man hätte kritischer unterscheiden müssen, was er eigentlich will“, so Müller.

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Papst: „Verträge scheinen wichtiger als Menschenrechte"

Papst Franziskus auf TiberinselInternationale Verträge zählen heute mehr als Menschenrechte: harte Worte fand Papst Franziskus an diesem Samstag zur Situation der Flüchtlinge, vor allem in Europa. „Menschen kommen hier an, in den großzügigen Ländern wie Italien und Griechenland, die sie aufnehmen, aber dann lassen die internationalen Verträge nicht mehr zu“, sagte der Papst zum Abschluss einer Liturgie zum Gedenken an die Märtyrer der letzten Jahrzehnte in der Kirche Sankt Bartholomäus auf der Tiberinsel in Rom. „Wenn in Italien jede Stadt und Gemeinde nur zwei aufnehmen würde, so wäre für alle Platz“, so der Papst.

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Wenn Luther heute wieder auftreten würde...

Fastenpredigt im VatikanDass im Vatikan von Luther und der Reformation die Rede ist, kommt mittlerweile etwas häufiger vor. Beachtlich bleibt es dennoch. Auch bei den Fastenpredigten für den Papst und die Kurienspitze hat an diesem Freitag Luther eine Rolle gespielt. Der päpstliche Prediger, Kapuzinerpater Raniero Cantalamessa, deutete das Reformationsgedenken als eine Chance für „Gnade und Versöhnung für die ganze Kirche“.

Franziskus und seine engsten Mitarbeiter hörten sich schweigend an, wie Cantalamessa den Römerbrief aus dem Neuen Testament auslegte. Genau hier, im ersten Kapitel, habe Luther vor einem halben Jahrtausend „in seiner Verzweiflung, weil er sich trotz aller religiösen Observanz und Busse doch nicht im Frieden mit Gott fühlte“, auf einmal den Satz entdeckt: „Der aus Glauben Gerechte wird leben“. Da nehme seine Reform ihren Ausgang.

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Europäische Jugendstudie: Handy statt Gott?

Bischof OsterUm glücklich zu sein, brauchen junge Erwachsene in Europa allerhand, aber offenbar nicht Gott – das geht aus der soeben vorgestellten Jugendstudie „Generation What?“ hervor. Es ist die größte europäische Jugendstudie jemals, rund 200.000 junge Menschen zwischen 18 und 34 Jahren aus zehn europäischen Staaten beantworteten Fragen über ihre Einstellung zu Arbeit, Familie, Freunde, Liebe, Sex, Politik und Religion. Wie kommt es, dass 85 Prozent der jungen Erwachsenen Europas gottlos glücklich sind? Das fragten wir den Passauer Bischof Stefan Oster, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz:

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