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Wir befinden uns im Blindflug: aber wohin?

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Leonardo Boff

Wer meine vorigen Artikel „Das finstere Reich der Großkonzerne" und „Eine Herr-schaft von der schlimmsten Sorte: die der Geschäftsleute" gelesen hat, schlussfolgerte sicher, dass die Passagiere im Raumschiff Erde unter völlig unterschiedlichen Be-dingungen reisen. Eine kleine Gruppe der Superreichen sitzt in der Ersten Klasse und genießt dort skandalösen Luxus; andere Glückliche reisen in der Economyklasse und bekommen vernünftige Speisen und Getränke serviert. Der Rest der Menschheit, und das sind noch Millionen, ist in den Gepäckraum gepfercht, wo die Temperatur nur wenig über null Grad liegt, und stirbt fast vor Hunger, Durst und Verzweiflung. Sie hämmern an die Wände gegen diejenigen, die über ihnen sitzen, und schreien „Entweder wir teilen, was es in diesem einzigen Raumschiff gibt, oder irgendwann werden die Ressourcen aufgebracht sein, und unabhängig von der sozialen Zugehörigkeit werden wir alle sterben." Doch wer will auf sie hören? Die Bequemen schlafen ungestört nach ihrem reichhaltigen Bankett.

Dies ist eine Metapher für die reale Situation der Menschheit. Wir haben uns wahr-haftig verirrt und befinden uns im Blindflug. Wie aber konnten wir in diese bedroh-liche Lage geraten?

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Evangelii gaudium

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Für eine Kirche der Armen

Papst Franziskus hat sein erstes Lehrschreiben veröffentlicht. In "Evangelii gaudium" prangert er vor allem die ungleiche Verteilung des Reichtums auf der Welt an und entwickelt Leitlinien für eine zeitgemäße Verkündung der christlichen Botschaft.

Die Forderung nach einer gerechteren Welt und nach einer Kirche im Dienst der Armen stehen im Zentrum des ersten Lehrschreibens von Papst Franziskus. In dem Apostolischen Schreiben "Evangelii gaudium" (Die Freude des Evangeliums), die der Vatikan am Dienstag veröffentlichte, prangert Franziskus Auswüchse der globalen Wirtschaftsordnung an und entwickelt Linien für eine zeitgemäße Verkündung der christlichen Botschaft sowie für eine Reform der Kirchenstrukturen. Säkularisierung, ein ideologischer Individualismus und ein hemmungsloses Konsumdenken hätten vielfach zu einer "geistigen Wüstenbildung" geführt. Aufgabe der Kirche sei es, darauf neu zu reagieren und den Menschen die Frohe Botschaft zu verkünden.

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Papst Franziskus und Franz von Assisi

Papast Franziskus und Franz von Assisi

Franziskus: Dieser erstmalige Papstname ist Programm: Der Papst erzählte bei einer Audienz für Journalisten, dass ihm ein befreundeter brasilianischer Kardinal in der Sixtinischen Kapelle während der Stimmenauszählung nach dem entscheidenden Wahlgang gesagt habe: „Vergiss die Armen nicht!" Und da sei ihm der heilige Franz von Assisi eingefallen. „Er ist für mich der Mann der Armut, der Mann des Friedens, der Mann, der die Schöpfung liebt und bewahrt... Ach, wie möchte ich eine arme Kirche für die Armen!" (Franziskus, Audienz für Journalisten, 16.03.2013)

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Himmlische Briefe an den neuen Papst

Gläubige auf der ganzen Welt sind begeistert von Papst Franziskus. Seihe Spontaneität überrascht, seine Warmherzigkeit berührt - und dass er sich Franz von Assisi zum Namenspatron gewählt hat, lässt viele auf Reformen in Vatikan und Kirche hoffen. Was würde Franz von Assisi dem neuen Papst raten, der mit seiner Namenswahl den großen Heiligen zum Maßstab seiner Amtsführung gemacht hat?

Lieber Bruder

Das ist nachzulesen in Briefen des Franz von Assisi an seinen lieben Bruder Franziskus in Rom.

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100 Tage Papst Franziskus

imageDie einfachen Gesten sind es, mit denen Papst Franziskus bisher am meisten gepunktet hat. Sie zeigen ganz deutlich, dass er den Namen Franziskus mit Bedacht gewählt hat. Franz von Assisi war wirklich der Mindere Bruder, der es dem demütigen menschgewordenen Gott in allem gleich tun wollte. Wer ihm nachfolgt, muss alles Herrschaftliche ablegen, muss den Armen und Ausgegrenzten die befreiende Botschaft vom anbrechenden Gottesreich verkünden, einfach und wohlwollend, dass alle es verstehen können. So ist er aufgetreten in den ersten 100 Tagen als der leutselige, sich sorgende Pfarrer der Welt.

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Papst Franziskus

Papst FranziskusFranz von Assisi und
Papst Franziskus

Leonardo Boff Theologe und Philosoph Erd-Charta Kommission

Der neu gewählte Bischof von Rom, und damit der Papst, nahm den Namen „Franziskus" an. Darum ist ein Vergleich zwischen Franz von Assisi und Franziskus von Rom unumgänglich, umso mehr als sich ... Weiterlesen →

Weitere Texte von Leonardo Boff zu Papst Franziskus finden Sie unter:
http://traductina.wordpress.com/2013/04/